Einer dieser Tage

Ihr kennt sie. Diese Tage. Diese Tage die man am Ende lieber zurück spulen will. Die man einfach gerne löschen würde.

Unser Pubertier ist zur Zeit gelinde gesagt etwas … … … merkwürdig drauf. Das Hirn läuft nicht so rund, die Hormone sprudeln und die Laune wechselt schneller als der Wetterbericht. Dann ist da noch das Fräulein. Sie nimmt derzeit jede Gefahrenquelle mit und baut Unfälle wo es geht. Faulheit wird seit neuestem groß geschrieben und Diener stets erwünscht. Dazu kommt noch das zahnende Baby mit derzeit Dauer Schnupfen wegen, wie schon erwähnt Zähne.

Rührt man das mit einer übermüdeten Mama zusammen kann da ein explosiver Cocktail entstehen.

Die zwei Großen streiten wann es geht, das Baby weint wann immer es geht und BUMM.

Da platzte mir heute wann immer es ging der Kragen. So viele Tage staute es sich schon an. So viele Tage habe ich es versucht weg zu atmen. So viele Tage habe ich mich dann und wann in ein stilles Kämmerlein verzogen um durch zu atmen, um mich zu beruhigen.

Das stille Kämmerlein ist hier übrigens das Klo. wir haben drei zur Auswahl. Mit fünf Personen kein schlechter Schnitt möchte ich meinen. Und doch hatte ich heute noch nicht einmal da meine Ruhe. Ich konnte heute nicht durch atmen. Nicht mich beruhigen. Standen doch tatsächlich heute im Wechsel die Kinderlein erwartungsvoll vor mir.

Warum? Keine Ahnung.

Ich hasse solche Tage. Nicht wegen der Kinder.

Mein Gott mein Gehirn läuft ohne Kaffe -und auch zugegebener Maßen mit- nicht rund. Ich stoße mich auch ständig und überall. Ich möchte auch manchmal nur weinen.

Doch manchmal wird es einem als Mama, ohne Freiräume zu viel. dann knallt es. Und es tut mir so weh. Direkt danach halte ich meine Kinder ganz fest im Arm. Sage wie leid mir alles tut und wie sehr ich sie liebe. Ich weine und ja ich weine vor ihnen. Denn ich will das sie sehen wie ich mich fühle. Ich will das sie sehen das es nicht verkehrt ist Gefühle zu zeigen. Und auch wenn ich das alles mache, weiß ich, das sie es nie vergessen werden. Das es ihnen im Gedächtnis bleibt. Ich weiß das ich ihnen Schmerzen, wenn auch nicht körperlich, zugefügt habe und das will ich nicht.

An solchen Tagen wird mir wieder bewusst das auch ich als Mama nur ein Mensch bin. Das auch ich als Mama mal eine Pause brauche. Das der Stolz, der mich das Angebot vom Mann ablehnen lässt, hier definitiv fehl am Platz ist.

Macht Pausen wann immer es geht. nehmt die Angebote von Eltern, Tante, Onkel, Großeltern und Freunden an. Schämt euch nicht. Es ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil, ich denke es ist ein Zeichen von Stärke wenn man seine Schwachstellen kennt und sie zeigen bzw. sich eingestehen kann. Und eigentlich ist es auch keine Schwachstelle, es ist auch kein Makel. Es ist das was uns zu Menschen und nicht zu Maschinen macht. Und selbst diese verschließen irgendwann und werden für kurze zeit, für eine Reparateur, für eine Generalüberholung außer Betrieb genommen.

So ich Kuschel jetzt meine Kinder in den Schlaf. Jedes einzeln. Jedes mit all der Liebe die ich in mir trage, für jedes einzelne.

 

Bye Mel